• Jessica Graves

Daddy's neues Spiel - Alles und noch mehr

Hallo, Darlings~


Seit 29.4. ist "Daddy's neues Spiel" nun schon zu auf Amazon erhältlich. Ihr könnt es im eBook-Format lesen, als Taschenbuch bestellen oder euch in der Kindle Unlimited Bibliothek ausleihen.


Doch nicht nur das:

  • Ihr könnt das Taschenbuch nicht nur auf Amazon bestellen, sondern auch bei mir direkt. Entweder 'nur' signiert, oder direkt in einer Buchbox (es gibt sogar eine zum ersten Band und eine für beide Bände zusammen 😱💗)

  • Es gab ein Gewinnspiel zum Taschenbuch. Das läuft noch bis 9.5. zur Mittagszeit auf Instagram und Facebook.

  • Zum Release habe ich einige tolle Blogger zusammengetrommelt, die auf Instagram eine Bloggertour gemacht haben. Sie haben das Buch bereits vor allen anderen gelesen und wunderbare Reviews dazu abgegeben, auf Amazon und auf Instagram 😍.


Und das ist noch nicht alles!

Wie bereits angekündigt, wird der dritte Teil der Daddy's-Reihe aller Voraussicht nach erst im Herbst erscheinen. 🍂🍁

Wenn ihr die Wartezeit bis dahin überbrücken wollt, könnt ihr das auf verschiedenen Wegen:


🌸 Victor hat einen eigenen Instagram-Kanal. Schaut vorbei und seht euch seine Postings an, die mit dem Zeitstrahl im zweiten Band abgestimmt sind.

https://www.instagram.com/_victor_brooks_/


🌸 Außerdem könnt ihr auf Patreon nicht nur gecuttete Szenen aus dem ersten und zweiten Buch lesen, sondern auch Crossover, Special Kapitel und könnt hinter die Kulissen sehen. Ich zeige euch den Weg zum fertigen Buch, alles zur Titelfindung und zur Plotentstehung. Außerdem gibt es dort Umfragen, deren Entscheidungen in das kommende, letzte Buch mit einfließen. Besucht mich auf Patreon, lasst einen Unterstützungsbetrag da und lest die geballte Ladung aus Victors und Arianas Welt😊.



🌸🌸 Eine der Kurzgeschichten habe ich euch heute mitgebracht 🌸🌸

(Die Abonnenten meines Newsletters haben sie bereits in ihr Postfach bekommen.)


Sie entstand aus einer Challenge, zu der mich meine liebe Autorenkollegin Angelika Süss aufforderte.

Die Vorgabe war einfach: Wie würden sich deine Charaktere im Lockdown / während einer Corona-Quarantäne verhalten?

Da aufmerksame Leser meiner "Daddy's"-Reihe wissen, dass Victor und Ariana ohnehin lieber zu Hause bleiben, erschien mir das im ersten Moment als keine große Herausforderung. Doch was, denn sie in ihrer Quarantäne nicht allein wären? Was, wenn ihnen alle wichtigen Charaktere aus "Daddy's neues Spiel" Gesellschaft leisteten?

Ich habe die Charaktere also für einen Pressetermin zum Release des zweiten Buches nach Amerika geschickt. Genauer gesagt, nach Las Vegas. Selbstverständlich müssen sie vorläufig in Quarantäne, bevor sie auf die Amerikaner losgelassen werden können. Und wo kann man eine solche Quarantäne besser aushalten als in einer großen Hotelsuite?

Kleine Warnung vorab: Diese Kurzgeschichte könnte euch spoilern, wenn ihr die ersten beiden Teile der Daddy's-Reihe noch nicht gelesen habt.



Daddy's Spiele im Lockdown

Als hinter ihnen mit einem lauten Knall die Tür zufiel, war Susan die Erste, die sich meldete. »Das ist nicht ihr Ernst!«

Doch, das war ihr Ernst. Statt mehreren Hotelzimmern hatte die Gruppe eine riesige Suite bekommen. Das bedeutete zwar Annehmlichkeiten, aber auch eine Menge Torbögen statt Türen, drei Schlafzimmer und nur zwei Bäder.

»Keine Panik«, mäßigte Victor seine Exfreundin ruhig und obwohl er einen giftigen Blick erntete, fuhr er fort: »Wir haben für alle ein Bett. Das wird schon irgendwie gehen.«

»Wir sind sieben«, sagte Jonas trocken. »Es gibt nur drei Schlafzimmer.«

»Ich werde unter keinen Umständen auf dem Sofa schlafen!« Störrisch verschränkte Susan die Arme vor der Brust. Victor fragte sich wirklich, was er mal an ihr gefunden hatte.

»Ariana kommt auf jeden Fall mit mir.« Bevor Victor reagieren konnte, hatte Liam sie zu sich gezogen.

Er ballte die Hände zu Fäusten. »Kommt nicht in Frage!«

»Nun, wenn in deinem Bett noch ein Platz frei ist …«, säuselte Jonas in sein Ohr.

Victor stellten sich die Nackenhaare auf.

»Du wirst bei mir schlafen«, knurrte Benedict.

Mit einem entnervten Augenrollen wandte sich Jonas ihm zu. »Muss das sein? Nimm doch …« Er ließ den Blick durch die Gruppe schweifen. »… Daisy mit.«

Daisy, die sich bis eben im Hintergrund gehalten hatte, zuckte zusammen, schaute verstohlen zu Benedict auf und lief rot an. Victor erinnerte sich daran, was Ariana gesagt hatte: die Jüngste unter ihnen fühlte sich nicht wohl mit einem Mann in einem Bett.

»Daisy schläft mit Susan in einem der Schlafzimmer«, entschied er. »Jonas bei Benedict. Und Ariana kommt mit mir.« Besitzergreifend legte er Ariana einen Arm um die Taille und sah Liam warnend an. »Du wirst wohl mit dem Sofa vorliebnehmen müssen.«

Liams Kiefermuskeln spannten sich an. Er hielt den Blick. »Oder du nimmst es und ich schlafe in Arianas Bett.«

Victor knirschte mit den Zähnen. Sonst war er ja schnell zu Kompromissen bereit. Aber nicht in dieser Sache. Nicht, wenn es um Ariana ging.

Während sich die Stimmung zwischen ihnen auflud, ließ Jonas ein entnervtes Stöhnen hören. »Komm, Riri.« Er nahm Arianas freie Hand und zog sie aus dem Griff ihrer Verehrer. »Solange die beiden Gockel ihre Rangkämpfe austragen, machen wir uns einen schönen Abend.«

Ariana kicherte und ließ sich mitziehen. Von jetzt auf gleich waren Jonas und sie verschwunden. Irritiert sah Victor ihnen nach.

Von Susan kam ein hämisches Schnauben. »So schnell kann’s gehen.« Sie legte Daisy einen Arm um die Schulter. »Wir sehen uns dann wohl auch mal um.«

Als nur noch Benedict, Victor und Liam übrig waren, war die Stimmung gleichermaßen verwirrt und angespannt. Zwei von ihnen hatten einen Kampf erwartet, doch der Preis war ihnen eben entrissen worden. Wie frustrierend.

Victor fand als Erster seine Stimme wieder. Hochmütig sah er auf Liam herab. »Glaub ja nicht, dass ich mit dir in einem Bett schlafe.« Herrisch nickte er zum Sofa hin. »Du hast keine Wahl.«

Als Victor am Abend die Bettdecke zurückschlug, nachdem sie ihre Kleidung aus den Koffern in die Schränke geräumt hatten, trug er ausnahmsweise mehr als nur Boxershorts.

Während er das Licht ausschaltete und in die Kissen sank, hörte er, wie Benedict neben ihm brummte: »Das hat du wirklich großartig hinbekommen.«

Victor knirschte mit den Zähnen. Auch ohne Benedicts Kommentar wusste er, dass es nicht ideal gelaufen war. Doch das würde nicht so bleiben. Ganz sicher nicht. Er würde diesen Umstand zu ändern wissen.

*

Nachts wurde Victor von einem Luftzug geweckt und noch bevor er die Augen aufgeschlagen hatte, wusste er, dass er nicht länger mit Benedict allein war. Die zärtliche Berührung kühler Fingerspitzen auf seiner Stirn würde er überall wiedererkennen.

»Daddy«, wisperte Ariana in der Dunkelheit.

Er brummte leise, nahm ihre Hand und drückte ihr einen Kuss auf, während er die Augen öffnete.

»Kannst du nicht schlafen, Kleines?«

Ariana schüttelte den Kopf. »Ohne dich ist es einsam.«

Es waren nur vier Worte. Und doch wärmten sie Victors Brust so sehr, dass er nicht anders konnte, als zu lächeln. Er setzte sich auf und schlug die Bettdecke zurück. Einladend wies er neben sich. Ariana kicherte, schüttelte den Kopf, stieg auf ihn und rutschte dann in die Lücke in der Mitte des Bettes. Amüsiert legte sich Victor neben sie und zog sie in seine Arme.

Es kam Leben in Benedict, der ihnen bis eben den Rücken zugedreht hatte. Er wandte sich um.

»Welch angenehme Gesellschaft«, säuselte er.

Victor presste die Lippen aufeinander, um nichts zu erwidern. Am liebsten wäre es ihm, sie hätten ihre Ruhe. Doch Ariana kicherte erneut und ließ neckend ihr Becken kreisen. Während Benedict ein Brummen von sich gab, zog Victor sie fordernd näher und küsste ihr den Hals. Sie sollte nicht vergessen, zu wem sie gehörte. Das überraschte Keuchen war eine zufriedenstellende Reaktion. Seine Finger stahlen sich unter ihr rosafarbenes Satin-Nachthemd, das knapp ihren Po bedeckte. Zugleich strich Benedicts Hand über ihren Oberarm und dann über die Brust. Ariana seufzte auf, als er in ihren Nippel kniff, drehte den Kopf und ließ sich von ihm küssen.

Entschlossen, sich von Benedict nicht den Rang ablaufen zu lassen, schob sich Victor näher, legte die Lippen an ihren Hals und saugte an ihrer weichen Haut. Sie duftete so gut und sein Körper reagierte bereits auf ihre Nähe. Darauf, dass sie so leicht bekleidet war. So willig. Seine Hand streichelte ihren Po und wanderte dann nach vorn, zwischen ihre Beine. Ariana öffnete sie einladend. Er drängte die Finger dazwischen, bis sie auf ihre feuchte, seidige Haut trafen.

»Gieriges, kleines Ding«, knurrte er.

Mit einem Keuchen unterbrach Ariana den Kuss und wimmerte dann, als er über ihre Perle kreiste.

»Du bist also nur hierhergekommen, um dich uns anzubieten?« Er drängte den Finger tiefer, stieß ihn in sie hinein.

Ariana sog scharf die Luft ein und nickte.

»Sprich es aus, Belle«, grollte Benedict nah an ihrem Ohr. »Antworte deinem Daddy.« Als er ihre Brustwarze zwischen den Fingern rollte, stöhnte sie auf und bog den Rücken durch.

»Bitte«, keuchte sie. »Daddy, ich … hah … ich will …« Ihre Hand wanderte tiefer und legte sich auf Victors wachsende Erektion. Es war eindeutig, was sie wollte.

Aber nun würde er sie nicht so leicht davonkommen lassen. Gierig schob er einen zweiten Finger in sie.

»Ich höre?«

»Dich«, japste Ariana und setzte dann eilig hinterher: »Euch. Ich will euch beide. Bitte.«

»Hmm, gutes Mädchen«, brummte Victor zufrieden. Er fing ihre Lippen für einen weiteren Kuss ein, ließ ihn leidenschaftlich und hitzig werden und stieß seine Finger fordernd in sie. Arianas Stöhnen wurde durch seinen Mund auf ihrem gedämpft. Ihre Muskeln verengten sich um ihn. Begierig massierte sie ihn stärker. Durch den dünnen Stoff seiner Boxershorts spürte er die Berührung überdeutlich. Sie hatte ihn bereits steinhart werden lassen und er ahnte, dass ihre zweite Hand, die hinter ihren Rücken gewandert war, das Gleiche mit Benedict anstellte. Gerissene kleine Verführerin.

Schon wollte er sie auffordern, auf die Knie zu kommen, da wurde mit einem hörbaren Quietschen die Klinke heruntergedrückt und die Tür aufgeschoben. Victor hielt inne und horchte. An seiner Brust fühlte er, wie sich Ariana versteifte. Wachsam spähte er zur Tür hin. In der Dunkelheit konnte man kaum mehr als ein paar Umrisse erkennen. Eine Gestalt trat in den Raum hinein und an das Bett heran. Nun war Victor froh, dass eine Bettdecke vor neugierigen Augen versteckte, was sich zwischen ihnen abspielte.

»Ben«, flüsterte jemand.

Victor unterdrückte ein Aufstöhnen. Wenn etwas die Stimmung zerstören konnte, dann dieser ungebetene Besucher. Er zog seine Finger aus Ariana und auch sie nahm ihre Hände wieder zu sich.

»Jonas.« Benedict klang ebenso wenig begeistert. »Was machst du hier?«

»Rutsch rüber«, murrte Jonas.

Als Benedict näher an Ariana heran rutschte, schnaubte Jonas auf.

»Andere Richtung«, fauchte er, kam aufs Bett und quetschte sich zwischen Benedict und Ariana, die sich stärker gegen Victor drängte, um Platz zu machen. So viel zu einem unerwarteten, nächtlichen Stelldichein.

»Hey, Riri.«

»Hey, Jo.« Ariana klang beschämt. Victor befand, dass vielmehr Jonas derjenige sein müsste, der sich schämen sollte. Er hatte sie schließlich unterbrochen. Das Einzige, worüber er dankbar war, war, dass es nicht ein paar Minuten später zur Unterbrechung gekommen war. Das wäre unangenehm gewesen.

»Du hast eine Latte, Ben«, murrte der Junge.

»Halt den Rand«, grollte Benedict. »Was willst du hier, Jonas?«

Jonas ließ ein falsches kokettes Lachen vernehmen. »Was denn, darf ich nicht bei dir schlafen?«

»Das Bett ist viel zu klein für uns alle«, brummte Benedict, der offensichtlich ebenso frustriert über das unerwartete Erscheinen seines Subs war, wie Victor. »Hör auf mit den Spielchen. Was wird das, suchst du Streit?«

Sein Ton war unwirsch und unfreundlich. An seiner Brust fühlte Victor, wie Ariana zusammenzuckte. Sanft legte er ihr eine Hand auf den Hinterkopf und streichelte darüber, während er sich geflissentlich aus der Diskussion heraushielt.

»Schön, ich geh ja schon!«, murrte Jonas hörbar pikiert. »Dann noch viel Spaß bei was auch immer.« Unter einigem Stoffrascheln und energischen Bewegungen wollte er sich aufsetzen, doch stattdessen stieß er kraftvoll seinen Ellbogen in Arianas Seite.

»Au!«, heulte sie auf. »Jo!«

Jonas wandte sich zu ihr um. »Sorry, Riri. Ich wollte nicht ...«

»Ist schon in Ordnung«, sagte sie friedfertig, während es Victor in den Fingern juckte, ihren Kindheitsfreund dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

»Jonas«, knurrte er, doch bevor er noch mehr sagen konnte, wurde die Tür ein weiteres Mal geöffnet.

»Ari?«, tönte es von der Tür.

»Liam?«

»Ich hab dich schreien gehört.«

Ariana seufzte. »Ja, wegen Jonas' Ellbogen in meiner Rippe.«

Ihr Exfreund trat näher heran. Wie selbstverständlich stieg er am Fußende aufs Bett und drängelte sich dann zwischen Jonas und Ariana. Das war nicht sein Ernst, oder? Instinktiv zog Victor Ariana näher. Dennoch musste er voll Missbilligung mit ansehen, wie Liam ihr über die nackte Schulter strich.

»Da bin ich beruhigt«, sagte er. »Ich dachte schon …«

»Steigt hier eine Party?«, unterbrach ihn eine Frauenstimme von der Tür her.

Victor stöhnte entnervt auf. »Nicht du auch noch.«

Geflissentlich ignorierte Susan seinen Ausruf und trat näher. »Ich wusste doch, dass du dir das größte Bett unter den Nagel gerissen hast, Victor. Rutsch zur Seite.«

Einen kurzen Moment lang fragte sich Victor, ob jetzt endlich ein guter Zeitpunkt war, um aus der Haut zu fahren.

»Kommt nicht in Frage!«, fuhr er sie an. »Geh in dein eigenes Bett, Susan!«

An ihrem Luftschnappen hörte er, dass sie gleich zum Gegenschlag ausholte.

Bevor sie das tun konnte, fragte eine schüchterne Stimme von der Tür: »Wieso seid ihr alle hier drin?«

Für einen Moment verstummte die Gruppe.

Dann murmelte Ariana: »Ich konnte nicht schlafen.«

»Ich habe mich gefragt, wo Ariana ist«, setzte Jonas hinterher.

»Ich habe Ari schreien hören und mir Sorgen gemacht«, sagte Liam und während Ariana noch gerührt »Ohhh« säuselte, fühlte Victor, wie hinter ihm die Matratze absank. Er wusste gar nicht, auf wen er sich zuerst konzentrieren sollte. Auf Liam, der immer noch nicht verstanden zu haben schien, dass Ariana nun einen neuen Mann an ihrer Seite hatte? Oder auf Susan, die sich an seinen Rücken kuschelte?

»Und ich wollte mir den Spaß nicht entgehen lassen«, schnurrte sie ihm ins Ohr. Das machte seine Entscheidung einfacher. Spätestens dann, als er ihre Hände an seinem Hintern fühlte.

»Susan«, knurrte er warnend: »Nimm deine Hände von mir, oder es wird dir leidtun.«

Mit einem leisen Lachen kniff ihm Susan in den Po. »Der feine Herr ist empfindlich.« Ehe er sie anfahren konnte, löste sich Ariana aus seinen Armen und setzte sich auf.

»Komm her, Daisy.«

Daisy war die Einzige ihrer nächtlichen Besucher, die den Anstand gehabt hatte, an der Tür stehen zu bleiben.

»Nein, nein«, sagte sie mit einem hörbar peinlich berührten Lächeln. »Ihr habt eh schon viel zu wenig Platz.«

»Unsinn. Entweder ganz oder gar nicht.«

»Was wird das, Prinzessin?«, fragte Victor mühsam beherrscht. Sie sollte die Gruppe nicht noch ermutigen. Das hier war bereits zu viel des Guten.

Ariana schien da anderer Ansicht. »Wonach sieht es denn aus? Ich hole meine Freundin hierher.«

»Wir haben zu wenig Platz«, wandte er zähneknirschend ein.

Mit einem entrüsteten Schnauben setzte sich Ariana aufrechter hin. »Na schön, Daisy und ich können auch gehen.«

Sie machte sich daran, zum Fußende des Bettes zu rutschen. Doch das wusste Victor zu verhindern. Eisern hielt er sie am Unterarm fest.

»Kommt nicht in Frage, du bleibst hier«, sagte er entschieden. »Leg dich wieder hin.«

Als sie dem folgsam nachkam, war Victor ja fast schon erleichtert. Wenn da nicht der Arm wäre, den ihr Liam eben von hinten um den Oberkörper schlang.

»Und du nimmst deine dreckigen Pfoten von ihr«, schnarrte Victor. Seine Nerven waren seit einigen Sekunden ohnehin gespannt. Eine falsche Bewegung von Liam und er würde sich mit Freuden auf ihn stürzen.

»Sprich nicht so mit ihm!«, fuhr ihn Ariana entrüstet an.

»Was fällt dir ein, in diesem Ton mit Victor zu reden?«, schoss Susan unerwartet zurück.

»Bitte?«, keifte Ariana giftig. »Und wer warst du noch gleich?«

»Seine rechtmäßige Freundin! Bevor du Flittchen gekommen bist und ihn mir …«

»Oh, komm drüber weg!«, unterbrach Ariana sie in überraschend biestigen Ton. »Du bist sowieso nie mehr gewesen als ein Mittel zum Druckabbau.«

»WIE WAR DAS?«

»Du hast mich schon verstanden.«

»Na warte, du kleines Mist-...«

»GENUG!«

Die beiden Frauen zuckten zusammen. Benedicts wütender Ruf hatte sie für einen Moment sprachlos werden lassen. Und als er dann das große Deckenlicht anschaltete, stöhnten alle auf und kniffen die Augen zusammen.

Benedict schwang die Beine aus dem Bett und erhob sich. »Ich will keinen Ton mehr von euch hören! Es gibt Menschen, die schlafen wollen.« Er baute sich neben dem Bett auf, verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte die anderen an. »Alle außer Ariana und Victor verlassen jetzt auf der Stelle das Zimmer«, befahl er und deutete mit dem Kopf auffordernd in Richtung Tür. »Wird’s bald?«

Niemand wagte es, ihm zu widersprechen. Daisy war schon bei seinem ersten Ausruf geflüchtet. Mit einem Murren erhob sich auch Susan und Liam folgte ihr. Jonas setzte sich zwar auf, jedoch mit mürrischer Miene. Es war offensichtlich, dass er nicht im Traum daran dachte, die übrigen drei allein zu lassen.

»Und was ist mit dir?«, fragte er Benedict herausfordernd. »Ich bin nicht blöd. Ich weiß, dass du kurz davor gewesen bist, ihn reinzustecken.«

Interessiert beobachtete Victor, wie Benedicts Augenbrauen tieferwanderten. Seine Kiefermuskeln zuckten. Mit einem Mal schien die Temperatur im Raum um einige Grad gesunken zu sein.

»Vorsicht, Kitten«, mahnte Benedict leise, trat an seinen Sub heran und zog ihn auf die Füße.

Störrisch stemmte sich Jonas gegen seinen Griff. »Was soll das?«

»Nur weiter so«, grollte Benedict. »Gib mir noch mehr Gründe, dich zu bestrafen.«

Ein sichtliches Schaudern ging durch Jonas' zierliche Gestalt. Er gab seinen Widerstand auf und folgte ihm hinaus. Hinter den beiden fiel die Tür mit einem überdeutlichen Knall ins Schloss.

Victor seufzte. »Bitte sag mir, dass das nicht jede Nacht so wird, solange wir hier sind.«

Mit einem verhaltenen Kichern schmiegte sich Ariana an ihn. »Ich könnte schwören, dass man die Türen verriegeln kann.«

Victor zog sie näher. »Und das sagst du mir erst jetzt?« Ohne den Blick von Ariana fortzunehmen, tastete er nach dem Lichtschalter. Kaum hatte er ihn gefunden, fiel die Dunkelheit erneut über sie herein.

»Also, wo waren wir?« Seine Finger stahlen sich unter ihr Nachthemd.

»D-Daddy!«, echauffierte sich Ariana und legte ihm halbherzig die Hände auf die Brust, als wollte sie ihn von sich schieben und konnte sich doch nicht dazu durchringen. »Sollten wir nicht erst abschließen?«

Victor schnaubte amüsiert. »Wer jetzt wieder reinkommt, ist selbst schuld.«

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