• Jessica Graves

Heat im Zoo - Fragen und Antworten

Aktualisiert: Feb 18



Hallo, ihr Süßen!

"Heat im Zoo" spielt, wie ihr wisst, irgendwie in der realen Welt und irgendwie auch nicht. Ich würde nicht so weit gehen und es als 'Urban Fantasy' bezeichnen, aber streng genommen fällt es wohl darunter.

Da bereits einige Leser Fragen dazu hatten, werde ich hier die häufigsten von ihnen beantworten. Einerseits, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Andererseits, um euch zu unterhalten und das Bild von Anrew und Romeo weiter abzurunden :)



🐺 Wie leben Alphas und Omegas, wenn sie nicht im Zoo leben? 🐺

Alphas und Omegas sind lange Zeit unbemerkt in den Wäldern der Welt allein gewesen, ähnlich den Menschenaffen und anderen menschenähnlichen Spezies. Sie lebten unbehelligt neben Menschen. Damals etwa, als die Neandertaler ausstarben und die Homo Sapiens aus Afrika hinauf nach Europa kamen, das nach der Eiszeit allmählich auftaute, folgten ihnen die Alphas und Omegas. Sie bevölkerten die Wälder rund um die Dörfer der Menschen. Ähnlich wie vor Wölfen und Bären musste man sich auch vor Alphas in Acht nehmen und zog es darum vor, das Dorf des Nachts nicht zu verlassen.

Die früheren Alphas und Omegas waren Fleischfresser. Sie stahlen Schafe und Rinder für ihre Rudel. Doch anders als ihre menschenähnliche Schwesterspezies aßen sie ihre Beute roh.

Als die Menschen größere Städte gründete, zogen sich die Alphas und Omegas tiefer in die Wälder zurück. Sie fürchteten das Feuer und verstanden die Erfindungen der Menschen nicht: Elektrizität, Automobile, Kleidung.

Zurückgezogen in Höhlen lebten sie ungestört, jagten, was sie zum Leben brauchten, und mieden den Kontakt mit Menschen – ähnlich, wie anderes Wild es tat.

Die wenigsten von ihnen konnten sprechen. Noch weniger strebten danach, sich die Zivilisation genauer anzusehen.

Aber einige unter ihnen landeten als Schauobjekte in den Lustgärten bekannter Könige oder später, als es sich großer Beliebtheit erfreute, auf den Jahrmärkten der gewöhnlichen Bevölkerung. Sie wurden in Zirkussen vorgeführt und so, wie alle Tiere der damaligen Zeit, schlecht behandelt.

Sie waren anpassungsfähiger als ihre Leidensgenossen. Schnappten die Sprache der Menschen auf, imitierten sie. Lernten dazu. Rissen aus, kehrten in ihre Rudel zurück und brachten ihnen die Sprache der Menschen und ihre Erkenntnisse zu dem fremden Leben mit.

Alphas und Omegas kommunizierten auch schon zuvor vorrangig über Körpersprache und Gerüche. Die Sprache der Menschen rundete ihre Kommunikation ab, doch sie wurde ihnen nie so wichtig, wie den Menschen.

Mit dem Aufstieg der übergeordneten Spezies und dem Ausbreiten der Zivilisation fiel es den Alphas und Omegas immer schwerer, unbehelligt zu bleiben. Ihre Lebensräume wurden gerodet, sie wurden vertrieben und ihre Jagd gestaltete sich als immer schwerer. Weil ihre Wälder und Dschungel kleiner wurden, war nicht mehr genug Nahrung für alle da. Ihre Zahl wurde kleiner, bis sich die Zoos der Welt ihrer annahmen und ihnen einen Ort gaben, in dem sie zwar in Gefangenschaft aber in Frieden leben konnten.

Viele von ihnen sind heute in den Zoos und Nationalparks zu Hause.

Einige wenige Rudel gibt es aber noch immer. Es sind die zähesten Alphas und die scheusten Omegas, denen es bisher gelungen war, den Menschen auszuweichen und weiter in den Wäldern zu leben.

Die Sprachen, die sie aufgeschnappt haben, nutzen sie primitiv und fehlerhaft – anders als jene, die in den Zoos weitere Worte von den Besuchern und Pflegern aufschnappen.

Einige Alphas und Omegas hatten bereits Erfolg damit, aus ihren Zoos auszubrechen. Da sie meist als 'Asylanten' angekommen waren und ihre Lebensräume nicht mehr existieren, werden sie aber bald wieder eingefangen und zurückgebracht.

Die meisten erkennen außerdem, dass das Leben in einem Gehege heutzutage komfortabler ist, als der tägliche Kampf um Nahrung in einem immer kleiner werdenden Lebensraum. Und so fristen sie ihr Dasein innerhalb des sicheren Raumes, der ihnen gewährt wird. Sie streben kein neues Wissen, große Karrieren oder Reichtum an. Weil sie das schlichtweg nicht kennen. Deshalb haben sie niht den gleichen Ansporn, den ein Mensch hätte, aus ihrem Leben 'etwas zu machen'. Weil sie die Bezeichnung nicht mit den gleichen Dingen assoziieren würden.


Wie können sich Alphas/Omegas und Menschen dann miteinander vermischen?

Auf unterschiedlichen Wegen.

Einmal gibt es natürlich den ethisch sehr fragwürdigen Weg, in dem sich ein Mensch einem Alpha oder Omega in Gefangenschaft genähert hat (in Zoo, Zirkus oder wenn sie zu anderen Attraktionen in Gefangenschaft waren) und man nur wünschen kann, dass es auch im Einverständnis geschah.

Andererseits sind nicht alle Rudel groß. Und Alphas und Omegas bewegen sich in ihren Revieren recht frei. Es kann vorkommen, dass jemand beispielsweise zum Pilze suchen in den Wald geht und dort einem von ihnen überraschend über den Weg läuft. Wenn die Scheu von Alpha / Omega nicht sehr groß ist (was vor allem bei den jüngeren, neugierigeren vorkommt), nähern sie sich. Da sie grundlegend die Sprache der Menschen sprechen, können sie sogar bis zu einem gewissen Grad mit dem menschlichen Besucher ihres Reviers kommunizieren.

Es ist vergleichbar damit, zu nah an einen Pilzkreis, einen Steinkreis oder eine Eiche während der Dämmerung heran zu gehen (Ich spiele hier auf die Tore zur Anderswelt an. Laut alten irischen Sagen erscheinen Elfen in solchen Gelegenheiten vor den Menschen, schwängern sie bzw. lassen sich schwängern und verschwinden wieder. Elfen kommen in der Welt von „Heat im Zoo“ nicht vor. Doch dies dient vielleicht zur Verdeutlichung, wie schnell eine Vermischung stattfinden kann.)

Die durch das Stelldichein entstehenden Kinder werden dann so aufgezogen, wie ihr Umfeld es vorgibt. Es gibt dementsprechend auch welche in Alpha-Omega-Rudeln, aber eher selten. Ein Omega, das geschwängert wurde, ohne an einen Alpha gebunden zu sein, wird vom Rest des Rudels misstrauisch beäugt. Weil es das Kind ohne Partner gebären und aufziehen muss. Die anderen Omegas helfen dabei, aber dieses Menschenkind schmälert den Ruf des Omegas.



Wie geht es mit Andrew x Romeo weiter?

Es gibt eine Szene, die ein Jahr nach dem offiziellen Ende des Romans ansetzt und von Andrews aktuellem Leben berichtet. Diese Szene ist für alle meine Patrons lesbar: https://www.patreon.com/posts/epilog-aus-heat-46841849


Für die spätere Zukunft kann man Folgendes sagen:

Andrew wird seine Babys im Zoo bekommen. 'Babys' nicht 'Baby', weil Alphas und Omegas oft Zwillinge, Drillinge oder sogar Vierlinge zeugen.

Andrew wird auch den zweiten und dritten Wurf (Romeo ist fleißig) dort zur Welt bringen. Sobald seine Kinder Grundschulreife erreicht haben, kehrt er in die Zivilisation zurück. Zuerst ohne Romeo, der zu skeptisch ist, um sein Gehege zu verlassen, obwohl er es inzwischen dürfte.

Alphas und Omegas haben nun, einige Jahre nach Andrews Enthüllung, Menschenrechte. Es steht ihnen frei, wo sie leben wollen. Sie werden in die Gesellschaft eingegliedert, können aber auch in den Zoos bleiben, wenn sie sich dort wohler fühlen. Einige von ihnen wählen diesen einfachen Weg, andere besuchen Schulen für Erwachsene und machen Kurse, die ihnen helfen, sich in diese neue Welt einzufinden. Ihr Geschlecht vermischt sich mit jeder Generation mehr mit der der ‚normalen‘ Menschen, bis ihre Gene so verwässert sind, dass es ein paar Generationen später gar keine reinen Alphas und Omegas mehr gibt.

Junge Alphas und Omegas, die bei Verbindungen im Zoo entstehen, werden vom ersten Tag an wie Menschen behandelt und entsprechend hilft der Zoo bei der Einschuldung, etc., da die Eltern sich damit nicht auskennen.

Was nun aber Romeo angeht, so wird er erst nach einigen Monaten bereit sein, sich der Welt außerhalb des Zoos zu stellen. Dass er es wagt, nach allem, was ihm außerhalb des geschützten Geheges bereits zugestoßen ist, ist nicht zuletzt Andrews gutem Zureden zu verdanken. Und der Euphorie seiner Kinder, die sich freuen, ihm diese schöne neue Welt zu zeigen.

Romeo wird immer ein Hausmann bleiben. Unterstützt von einem staatlichen Programm, das ihm den Einstieg und das Leben erleichtern soll, kann er sich um die Kinder kümmern, während Andrew endlich ein Studium beginnt. Doch statt Biologie wählt er Psychologie.

Sie bleiben nicht in der großen Stadt. Andrew erfährt ein paar Jahre nachdem die Kinder eingeschult sind, dass seine nun verstorbene Tante ihm noch etwas verschwiegen hatte: Dass es das Haus seiner Eltern noch gibt.

Die Familie zieht also aufs Land, wo sich Romeo deutlich wohler fühlt und auch die Kinder wirken dort glücklicher.

Andrew macht eine kleine Therapeuten-Praxis auf. Er arbeitet viel und lässt sich nicht mehr von Romeo schwängern, auch, wenn dieser es sich wünscht. Sie haben neun Kinder und damit alle Hände voll zu tun. Das reicht Andrew.


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